Parc de Szilassy
Der Park Szilassy ist ein englischer Landschaftsgarten der über dem Dorf von Bex und dem Rhonetal liegt und ein Panorama auf die walliser und waadtländer Alpen bietet.
Der Grundbesitz wurde von der englischen Lady Louisa Hope und ihrer Tochter Elisabeth 1835 angelegt. Lady Louisa Hope war die Witwe des englischen Generals Charles Hope. Während des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Bex-les-bains bekannt als Thermalort. Die frische Luft und das salzige Thermalwasser zog viele reichere Leute jenseits des Ärmelkanals an.
Der auf 500 m.ü.M liegende Park wurde im Stile des in der englischen Heimat in Mode geratenen Landschaftsgartens gestaltet. Die Grundidee bestand darin, eine ganze natürliche Landschaft im Rahmen eines Gartens zu inszenieren und dabei die Grenzen zur umliegenden Agrarlandschaft und Wildnis unsichtbar zu halten. Genaustens ausgedachte Wege, Bepflanzungen und Terrassierungen wurden vorgenommen, um eine optimale Aussicht auf die bergige Umgebung der Les Dents-du-Midi und la Dent-de-Morcles und das ländliche Rhonetal zu gewähren. Dieser Weg führte den Besucher an verschiedene Aussichtspunkte, die jeweils ein malerisch arrangiertes Naturbild offenbarten.
1838 heiratete die Tochter Elisabeth Hope den heimischen Kutscher Louis Billard, der sich um die Ernte der im Park angelegten Äcker kümmern sollte. Kinderlos geblieben, adoptierte das Paar Laura Correvon, die später den ungarischen Adligen Jules de Szilassy heiratete. Deren Sohn Charles de Szilassy überschrieb dann 1949 das Grundstück dem Kanton Waadt, um unterprivilegierten Kindern ein Zuhause zu ermöglichen. Aktuell bietet die zentrale Villa Raum für verhaltensauffällige Kinder.
![]() © Archives cantonales de l'État de Vaud Die Familie von Jules de Szilassy und Laura Correvon, sitzend, links: Louis Billard |
![]() © Archives cantonales de l'État de Vaud Louis Billard, seine Tochter Laura Correvon und Lady Hope. |







